Herbstfachtagung 2024

Fr. 25.10.2024 - Sa. 26.10.2024

Der Begriff der Partizipation (lat. particeps = teilhabend) bezeichnet grundsätzlich verschiedene Formen von
Beteiligung, Teilhabe und Mitbestimmung. Eine zeitgemäße kollegiale Arbeit, wie auch die Pädagogik, wird von
diesen Elementen nicht frei sein können.
Kinder bringen in einem von Wertschätzung geprägten Dialog sich und ihre Ideen, Meinungen, Empfindungen
und Sichtweisen ein und beeinflussen aktiv ihren Alltag. Die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis
des Kindes zu selbstständigem Handeln sind also allzeit zu berücksichtigen. Doch Teilhabe bedeutet auch,
Verantwortung zu teilen. Wie verhält es sich also in der Pädagogik, dem Kind gegenüber eine Haltung zu
wahren, die es ihm ermöglicht, seine eigenen Bedürfnisse zu erforschen und gleichzeitig die heilsamen Grenzen
zu achten, die eine Entwicklung ohne Überforderung möglich macht. Gleichzeitig müssen wir für uns
ergründen, welche neuen Wege in der Selbstverwaltung gegangen werden können, damit die Arbeit in der
Gemeinschaft als solches erlebt werden kann, und somit für alle Beteiligten ein wertschätzendes und
fruchtbares Miteinander entsteht.

Hier nun wenige Zitate, die als Grundlage für Ihre Vorbereitungen dienen könnten:


„In Organisationen mit dem Anspruch der Selbstverwaltung habe ich immer wieder leidvoll erleben müssen, wie
schwierig das Thema Führung zu behandeln ist. Viele Missverständnisse, Spannungen und eskalierte
Konfliktsituationen haben mir gezeigt, dass guter Wille, gesunder Menschenverstand, Sympathie und Initiative
nicht alleine ausreichend sind, um eine Organisation zielorientiert aufzustellen.(…) Die Gemeinschaftsbildung
gelingt in fruchtbarer Weise, wenn die wesentlichen Fragestellungen kontrovers diskutiert werden können und
der Hintergrund einer getroffenen Entscheidung den relevanten Personengruppen zeitnah vermittelt wird.
Gemeinschaftsbildung kann hingegen problematisch erlebt werden, wenn einzelne Persönlichkeiten mit
dominanten Entscheidungen in den Vordergrund treten, zu wenig Informationsprozesse stattfinden und
Betroffene überraschend vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
                                                                                                                                               Harald Jäckel, Die Zukunftsgestalt… Info3 Verlag


„Jedes Kind bringt Grundorientierungen mit, die von den Erwachsenen, mit denen es zusammen ist, gewürdigt
und gepflegt werden sollten. Für Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräfte erfordert dies grundsätzliche
pädagogische Haltungen, mit denen sie Kindern Freiräume zur Gestaltung ihrer eigenen Zukunft eröffnen
können.“

                                                                                                                               Henning Köhler, Die Freiheit des Kindes- Vorschau- Verlag Freies Geistesleben

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